A Dark Touch



Es ist still hier. Ich vernehme lediglich deine keuchenden Atemzüge. Dein Körper ist mit einem dünnen Film aus Schweißperlen bedeckt. Deine Handgelenke sind von den Seilen wund gescheuert.

Ich begreife noch immer nicht wie wir so etwas tun konnten …

Ich sitze vor dir. Dein beinahe komplett nackter Körper kniet zu meinen Füßen. Du trägst lediglich eine schwarze Lederhose. Ich sehe mir dich genau an. Du siehst erregt aus. Ein leichtes Rot hat sich auf deine Wangen gestohlen und einige der Haarsträhnen fallen dir ins Gesicht. Die Hände hast du vor dir auf den Boden gestützt, dein Kopf ist leicht nach unten geneigt. Dein Blick fixiert mich. Er ist durchdringend und tief. 

Vorsichtig streiche ich dir eine der verschwitzen Strähnen aus der Stirn. Deine Augen lassen sich nicht irritieren.

Ich wende meine Aufmerksamkeit deinem Rücken zu. Mein Herzschlag beschleunigt. Die Erregung, die ich noch vor kurzem verspürte, kehrt wieder zurück. Sie lässt mich innerlich erschaudern.

Ich stehe auf, gehe langsam um dich herum. Du wirkst skeptisch. Verlässt deine ursprüngliche Position jedoch nicht. Dein Körper zittert noch immer.

Ich stehe nun hinter dir. Mein Herz fängt an wie wild zu schlagen. Dein Rücken, ihn zieren zahlreiche Striemen. Ich beuge mich zu ihm hinunter, sehe mir die Wunden genauer an. Die meisten von ihnen sind tiefrot.

Langsam nähert sich meine Hand deiner Rückseite. Ein leichter strich über eine der Striemen und du stöhnst lustvoll auf. Eine Welle der Zufriedenheit überkommt mich, und ich spüre, wie ich anfange zu lächeln.

Ich halte einen Augenblick inne, dann streiche ich erneut über eines der dunkelroten Male. Dieses Mal fester. Ein schweres Keuchen entkommt dir und ich merke, wie sich dein Körper anspannt.

Meine Finger ruhen noch immer auf dir. Du wirfst einen Blick über deine Schulter und siehst mich an. »War ich gut …?«, frage ich dich mit leiser Stimme. Du fängst an zu lächeln und nickst überzeugt.

Bedacht wandern meine Finger nun tiefer, streifen auf ihrem Weg nach unten zahlreiche Striemen. Dein heißer Körper beugt sich unter meinen Gliedern. Ich verliere fast den Verstand. Noch nie zuvor hatte mich etwas so erregt.

Dein Kopf ist noch immer nach hinten geneigt. Ich kann sehen, wie dein Mund sich öffnet, deine Lippen anfangen zu zittern. Meine Finger suchen sich währenddessen den Weg nach vorne, zu deinen Brustwarzen. Sie sind sehr empfindlich. Sehr hart. Jede neue Druckausübung lässt sie weiter anschwellen. Löst ein erneutes, lautes Stöhnen in deiner Kehle.

Ich könnte noch stundenlang so weitermachen, doch ich spüre, dass dein Schmerz langsam dabei ist uns zu übermannen.

Mit einem sanften Kuss auf deine Schulter gebe ich deine Brustwarzen frei, löse mich wieder von dir. Ich höre deinen schweren Atem. Sehe, wie du versuchst deinen geschwächten Körper unter Kontrolle zu halten.

Nur ungern lasse ich dich so zurück.

Zögernd erhebe ich mich. Gehe wieder um dich herum. Zu der Stelle zurück, an der ich zuvor noch gesessen habe. Meine Augen lassen nicht von dir ab. Sehen sich dich genau an. Dein geschundener Rücken, deine roten Wangen. Dein stolzer Blick. Nie mehr möchte ich dies missen.

Wieder vor dir stehend verharre ich einige Sekunden. Die Augen immer noch auf dir.

Dann knie ich mich zu dir hinunter. Den linken Arm stütze ich auf mein Bein, der andere nähert sich deinem Gesicht. Mit der Hand greife ich unter dein Kinn, hebe es sachte an. Deine Augen weichen den meinen nicht aus, zeigen keinerlei scheu.

»Bleibst du mein?«, frage ich kaum hörbar.

»Ja«, ist deine Antwort.

Unsere Lippen berühren sich … du bist so wunderbar heiß.

Ende

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